Was sind Krypto-ETFs und wo kann man sie kaufen?

ETF steht für Exchange Traded Fund und ist ein bekanntes Anlageprodukt, das den Wert anderer Vermögenswerte abbildet. ETFs werden seit vielen Jahrzehnten (seit 1993) an den Aktienmärkten gehandelt. Ein ETF verfolgt die Preisentwicklung anderer Anlageprodukte wie Rohstoffe, Fonds oder Indizes. So kannst du beispielsweise einen ETF kaufen, der den Goldpreis oder einen Aktienindex nachbildet. Auch wenn Kryptowährungen nicht sofort naheliegen, ist es heute ebenfalls möglich, in Bitcoin-ETFs und andere Krypto-ETFs zu investieren. Krypto-ETFs sind Anlageprodukte, die den Wert von Kryptowährungen abbilden. Das kann eine einzelne Kryptowährung wie Bitcoin oder Ethereum sein, oder eine ausgewählte Gruppe von Kryptowährungen. Werfen wir einen Blick darauf, welchen Nutzen Krypto-ETFs haben und wo man sie kaufen kann.

Kurz zusammengefasst

  • Ein Krypto-ETF bildet den Preis einer oder mehrerer Kryptowährungen ab.
  • Du kaufst ein börsengehandeltes Produkt, nicht die Kryptowährungen selbst.
  • Bitcoin-ETFs und andere Krypto-ETFs sind über traditionelle Anlageplattformen verfügbar.
  • Krypto-ETFs bieten Einfachheit und Diversifikation, haben aber auch Einschränkungen.
  • Die Struktur des ETFs bestimmt Risiken, Kosten und mögliche Renditen.

Welchen Zweck hat ein ETF?

ETFs sind nützlich, weil Anleger damit auf die Preisentwicklung von Vermögenswerten setzen können, die sonst schwer direkt zu handeln sind. Ein ETF kann beispielsweise den Wert einer Gruppe von Aktien oder Kryptowährungen darstellen. Statt viele einzelne Produkte zu kaufen, reicht es aus, einen ETF zu erwerben, um eine breitere Marktabdeckung zu erhalten. Dieses Prinzip wird auch häufig bei Rohstoffen genutzt, ohne physisches Gold oder Öl besitzen zu müssen.

Not your keys, not your crypto

Beim Kauf eines ETFs besitzt du nicht den zugrunde liegenden Vermögenswert. Du erwirbst lediglich ein Produkt, das dessen Wertentwicklung nachbildet. Wenn du einen Bitcoin-ETF hältst, besitzt du keinen Bitcoin selbst.

Warum ist das wichtig?

Im Kryptobereich ist Eigentum normalerweise mit Private Keys verknüpft. Bei einem ETF liegt die Verantwortung für Verwahrung, Sicherheit und Verwaltung vollständig beim Fondsanbieter.

Warum in Krypto-ETFs investieren?

Warum sollte man einen Krypto-ETF kaufen, wenn man Kryptowährungen auch direkt über einen Krypto-Broker wie Coinmerce erwerben kann? Krypto-ETFs sind besonders praktisch, wenn man in einen Korb von Kryptowährungen investieren möchte, ohne jede einzelne manuell zu kaufen.

Investieren in ETFs ist einfacher

Angenommen, du möchtest in die 20 beliebtesten DeFi-Kryptowährungen investieren. Dann müsstest du zunächst recherchieren, welche Assets dazugehören, und sie anschließend einzeln kaufen. Das kostet Zeit und erfordert aktives Management. Ein Krypto-ETF kann diesen Prozess vereinfachen, da du nur ein Produkt kaufst, das die durchschnittliche Wertentwicklung dieser Gruppe abbildet.

Einfachere Diversifikation verbessert das Risikomanagement

Krypto-ETFs erleichtern die Diversifikation innerhalb eines Portfolios. Diversifikation ist ein zentraler Bestandteil des Risikomanagements. Wenn du beispielsweise mehrere Kryptowährungen aus derselben Branche hältst, können sie gleichzeitig an Wert verlieren, wenn das Interesse an diesem Sektor sinkt. Durch eine breitere Streuung über verschiedene Bereiche lässt sich das Gesamtrisiko reduzieren.

Ideal für Einsteiger

ETFs können für Einsteiger gut geeignet sein. Wer gerade erst mit Krypto-Investments beginnt, tut sich oft schwer, einzelne Kryptowährungen gezielt auszuwählen. Ein ETF bildet häufig den Durchschnittswert mehrerer Kryptowährungen ab, wodurch einzelne Kursschwankungen weniger stark ins Gewicht fallen.

Was sind die Vorteile eines Bitcoin Spot ETFs?

Zugang über ein traditionelles Wertpapierdepot

Ein Bitcoin Spot ETF kann über ein klassisches Wertpapierdepot gekauft werden. Dadurch erhalten Anleger Zugang zu Bitcoin, ohne eine Krypto-Börse oder Wallet nutzen zu müssen.

Einfachheit und möglicherweise niedrigere Einstiegshürden

Bitcoin Spot ETFs bewegen sich innerhalb bestehender Regulierungen und unterliegen staatlicher Aufsicht. Für viele Anleger wirkt das vertraut und übersichtlich, was den Einstieg erleichtern kann.

Wichtigste Risiken und Einschränkungen

Trotz der Vorteile bleiben Risiken bestehen. Du besitzt Bitcoin nicht direkt und bist vom ETF-Anbieter abhängig. Zudem können Kosten, Struktur und mögliche Tracking-Abweichungen das tatsächliche Ergebnis beeinflussen.

Wie funktioniert das genau?

Spot vs. Futures erklärt

Ein Spot-ETF bildet den aktuellen Marktpreis von Bitcoin oder anderen Kryptowährungen ab, indem das Fondsvermögen diese Assets tatsächlich hält. Futures-ETFs nutzen hingegen Terminkontrakte, was zu Abweichungen zwischen ETF-Preis und Spotpreis führen kann.

Wie wird der Kurs abgebildet?

Der Preis eines Krypto-ETFs ergibt sich aus dem Wert der zugrunde liegenden Assets abzüglich der Kosten. Bei Futures-ETFs spielen zusätzlich Faktoren wie Vertragsverlängerungen und Marktbedingungen eine Rolle.

Häufig gestellte Fragen

Welche möglichen Auswirkungen haben Bitcoin-ETFs auf den Bitcoin-Preis?

Die Einführung von Bitcoin-ETFs kann den Zugang zu Bitcoin für Anleger verändern. Da ETFs über traditionelle Anlageplattformen handelbar sind, wird Bitcoin für Investoren zugänglich, die zuvor keine direkte Exponierung wollten oder konnten. Eine höhere Zugänglichkeit bedeutet jedoch nicht automatisch steigende Preise. Der Bitcoin-Kurs hängt weiterhin von Faktoren wie Marktstimmung, makroökonomischen Entwicklungen, Zinserwartungen und Regulierung ab. Kurzfristig können ETF-bezogene Ankündigungen zu erhöhter Volatilität führen. Langfristig kann ein breiteres Angebot an Anlageformen zu einem reiferen Markt beitragen, bringt aber auch neue Dynamiken mit sich.

Wer sind die US-Anbieter?

In den USA sind mehrere große Vermögensverwalter mit Krypto-ETFs aktiv, darunter auch Bitcoin-ETFs. Diese Anbieter agieren in einem streng regulierten Umfeld und richten sich sowohl an institutionelle als auch an private Anleger. Bekannte Namen sind unter anderem BlackRock, Fidelity, ARK Invest und Grayscale. Jeder Anbieter nutzt eine eigene Fondsstruktur und ein eigenes Kostenmodell, wodurch sich Unterschiede bei Risiko und Kursabbildung ergeben können.