10-02-2026
Der Preis von Ethereum ist in den vergangenen Wochen deutlich gefallen und hat innerhalb kurzer Zeit rund 30 % an Wert verloren. Auch wenn dies auf den ersten Blick besorgniserregend wirkt, sehen viele Analysten in dieser Phase historisch betrachtet eine potenzielle Chance für langfristig orientierte Anleger.
Bei der Analyse solcher Marktbewegungen betrachten Experten nicht nur den Preis, sondern auch sogenannte On-Chain-Daten. Diese zeigen, was tatsächlich im Ethereum-Netzwerk geschieht, unabhängig von kurzfristigen Marktstimmungen.
Ein häufig genutzter Indikator ist der MVRV Z-Score. Dieser vergleicht den aktuellen Marktwert von Ethereum mit dem durchschnittlichen Preis, zu dem bestehende Coins zuletzt bewegt wurden. Aktuell liegt dieser Wert bei -0,42, was darauf hindeutet, dass Ethereum nach historischen Maßstäben als unterbewertet gilt.
Während früherer Marktphasen, etwa beim Covid-Crash im Jahr 2020, am Markt-Tiefpunkt 2018 oder während der großen Korrektur 2022, erreichte dieser Indikator ähnliche Niveaus. Rückblickend erwiesen sich diese Phasen oft als Ausgangspunkt für eine langfristige Erholung.
Bemerkenswert ist, dass sich die fundamentale Stärke von Ethereum kaum verändert hat. Die Netzwerkaktivität bleibt hoch, die technologische Weiterentwicklung schreitet voran und das Ökosystem wächst weiter. Das bedeutet: Der Preis ist gefallen, nicht jedoch die Substanz des Netzwerks.
Einige Analysten schließen kurzfristige Schwankungen nicht aus, etwa aufgrund makroökonomischer Unsicherheiten oder vorübergehender Liquiditätseffekte. Diese werden jedoch überwiegend als kurzfristige Einflüsse betrachtet und nicht als Anzeichen struktureller Schwäche.
Zusammenfassend sehen viele Marktbeobachter die aktuelle Situation als Phase der Neubewertung. Ethereum erscheint auf Basis mehrerer Datenindikatoren historisch günstig bewertet, während die fundamentalen Grundlagen stabil bleiben. In früheren Marktzyklen waren vergleichbare Phasen häufig der Zeitpunkt, an dem langfristige Investoren trotz negativer Stimmung den Blick nach vorne richteten.