10-02-2026
Laut Chainlink co-founder Sergey Nazarov, zeigt der aktuelle Rückgang am Kryptomarkt vor allem, wie stark sich die Branche weiterentwickelt hat. Marktzyklen gehören dazu, doch diese Phase steht laut Nazarov eher für Reife als für Schwäche.
Seit dem Höchststand im Oktober ist die gesamte Marktkapitalisierung von Kryptowährungen um rund 44 % gesunken. Innerhalb weniger Monate wurden damit fast zwei Billionen US-Dollar an Wert abgebaut. Trotz dieser deutlichen Korrektur blickt Nazarov zuversichtlich auf die langfristige Entwicklung.
Mehr Stabilität trotz Marktdruck
Ein wesentlicher Unterschied zu früheren Bärenmärkten ist das Ausbleiben großer institutioneller Zusammenbrüche. In vergangenen Zyklen führten Managementfehler und Insolvenzen zu erheblichen Vertrauensverlusten. In der aktuellen Phase sind vergleichbare systemische Risiken bislang ausgeblieben.
Dies deutet darauf hin, dass die Kryptobranche heute deutlich widerstandsfähiger gegenüber Volatilität ist. Die Märkte stehen unter Druck, doch die grundlegende Infrastruktur bleibt stabil.
Anhaltendes Wachstum bei tokenisierten Realwerten
Ein weiterer wichtiger Faktor ist das kontinuierliche Wachstum tokenisierter Real-World Assets. Dazu zählen klassische Vermögenswerte wie Anleihen, Rohstoffe oder andere Finanzinstrumente, die auf der Blockchain abgebildet werden.
Der On-Chain-Wert dieser tokenisierten Vermögenswerte ist in den vergangenen zwölf Monaten um etwa 300 % gestiegen. Bemerkenswert ist, dass sich dieses Wachstum unabhängig von kurzfristigen Kryptopreisschwankungen fortsetzt und damit einen eigenständigen Nutzen unterstreicht.
Nazarov hebt hervor, dass Eigenschaften wie rund um die Uhr verfügbare Märkte, On-Chain-Sicherheiten und Echtzeitdaten insbesondere für institutionelle Akteure zunehmend an Bedeutung gewinnen. Diese Vorteile treiben die Adoption und den Ausbau der notwendigen Infrastruktur voran.
Ausblick auf eine strukturelle Veränderung
Sollten sich diese Entwicklungen fortsetzen, könnten tokenisierte Real-World Assets langfristig sogar einen höheren Gesamtwert erreichen als klassische Kryptowährungen. Dies würde die Ausrichtung der gesamten Branche grundlegend verändern.
Auch andere Analysten teilen diese Einschätzung und beschreiben die aktuelle Phase als eine vorübergehende Vertrauenskorrektur statt als strukturelle Krise. Externe makroökonomische Faktoren gelten dabei als Haupttreiber der jüngsten Marktschwankungen.
Zusammenfassend sehen viele Beobachter in dieser Marktphase ein Zeichen zunehmender Reife. Die fehlenden Systemzusammenbrüche, die fortlaufende Innovation und der Fokus auf reale Anwendungsfälle deuten darauf hin, dass sich der Kryptosektor nachhaltig weiterentwickelt.